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360-Grad-Rundgang

Gebäude virtuell begehen

Thema: Aufmaß, Vermessung & BIM · Redaktion: Bräuer Architekten

1. Kurzdefinition

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Ein 360-Grad-Rundgang ist eine virtuelle Begehung eines Gebäudes aus aneinandergereihten Panoramaaufnahmen. Der Betrachter kann sich im Browser von Standpunkt zu Standpunkt bewegen und sich in jede Richtung umsehen. Rundgänge werden für die Vermarktung von Immobilien, für die Dokumentation von Bestand und Baufortschritt und als Ergänzung zu Plänen und Aufmaßen genutzt. In Verbindung mit einem 3D-Laserscan lassen sich darin auch Maße abgreifen.

2. Das Wichtigste auf einen Blick

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  • Aufgenommen wird mit 360-Grad-Kameras oder mit Laserscannern, die zusätzlich Panoramabilder erzeugen.
  • Rundgänge sind ohne Software im Browser und auf dem Smartphone nutzbar.
  • Sie eignen sich für Vermarktung, Baudokumentation, Facility Management und Planung.
  • Mit Laserscandaten verknüpft, werden sie zu messbaren Rundgängen.
  • Bei bewohnten Räumen sind Datenschutz und Persönlichkeitsrechte zu beachten.

3. Einsatzbereiche

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EinsatzNutzen
VermarktungBesichtigung vor Ort wird vorbereitet, weniger unnötige Termine
BestandsdokumentationZustand vor Umbau oder Mieterwechsel festhalten
BaufortschrittDokumentation verdeckter Leitungen und Bauteile vor dem Schließen
PlanungFachplaner können Räume besichtigen, ohne vor Ort zu sein
Facility ManagementLage von Anlagen, Zählern und Absperrungen schnell finden
BeweissicherungZustand von Nachbargebäuden vor Bauarbeiten

4. Aufnahme

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Für einfache Rundgänge genügen 360-Grad-Kameras, die an mehreren Standpunkten Panoramen aufnehmen. Eine Software verknüpft sie zu einem Rundgang mit Grundrissübersicht. Hochwertiger sind Aufnahmen mit einem Laserscanner, der zu jedem Panorama eine Punktwolke erzeugt. Dann lassen sich im Rundgang Strecken, Flächen und Höhen messen und Bauteile verorten. Für die Aufnahme sollten Räume aufgeräumt, gut beleuchtet und frei von persönlichen Gegenständen sein, wenn der Rundgang veröffentlicht wird.

5. Rundgang und Planung

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In der Planung ersetzt ein Rundgang manche Ortstermine. Fachplaner für Tragwerk, Haustechnik oder Brandschutz können Situationen vorab prüfen. Bei Sanierungen zeigt er Details, die in Plänen fehlen, etwa Leitungsführungen, Oberflächen oder Schäden. Zusammen mit einem Bestandsmodell entsteht eine umfassende digitale Grundlage, ein erster Schritt zum digitalen Zwilling.

6. Datenschutz und Rechte

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In bewohnten Gebäuden zeigen Rundgänge private Lebensbereiche. Vor der Aufnahme sollte die Zustimmung der Bewohner eingeholt werden. Personen, Fotos, Dokumente und Kennzeichen sind zu vermeiden oder unkenntlich zu machen. Für öffentlich zugängliche Rundgänge, etwa in Immobilienanzeigen, gilt dies besonders. Auch die Sicherheit spielt eine Rolle: Rundgänge sollten keine sensiblen Informationen wie Alarmanlagen oder Tresore preisgeben.

7. Grenzen

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Ein reiner Kamerarundgang ist nicht maßgenau und ersetzt kein Aufmaß. Auch verdeckte Bauteile, Feuchte oder Schadstoffe bleiben unsichtbar. Für Planung und Ausschreibung ist deshalb ein Laserscan oder ein klassisches Aufmaß nötig. Der Rundgang ergänzt diese Daten um Anschaulichkeit.

8. Bedeutung für Bauherren und Eigentümer

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Ein Rundgang macht Gebäude überall verfügbar, für Käufer, Planer, Verwalter und Handwerker. Gerade bei Sanierungen und verteilten Projektteams spart er Wege und Missverständnisse.

Bräuer Architekten erstellt mit dem Laserscan zugleich messbare 360-Grad-Rundgänge und dokumentiert damit Bestand, Baufortschritt und verdeckte Bauteile.

9. Häufige Fehler

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  • Ein Kamerarundgang wird für Maße verwendet.
  • Persönliche Gegenstände und Dokumente sind sichtbar.
  • Bewohner werden vor der Aufnahme nicht gefragt.
  • Wichtige Räume wie Keller und Technik fehlen.
  • Der Rundgang wird nach Umbauten nicht aktualisiert.

10. Verwandte Fachbegriffe

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  • 3D-Laserscanning – 3D-Laserscanning ist ein Messverfahren, bei dem ein Laserscanner seine Umgebung berührungslos und flächendeckend abtastet.
  • Punktwolke – Eine Punktwolke ist eine Sammlung von Messpunkten im dreidimensionalen Raum, die zusammen die Oberfläche eines Objekts abbilden.
  • Digitaler Zwilling – Ein digitaler Zwilling ist ein digitales Abbild eines realen Gebäudes, das nicht nur dessen Geometrie, sondern auch Informationen zu Bauteilen, Anlagen, Nutzung und …
  • Bautagebuch – Das Bautagebuch ist eine fortlaufende Dokumentation des Baugeschehens.
  • CAFM – CAFM steht für Computer Aided Facility Management, also computergestütztes Gebäudemanagement.

11. Häufig gestellte Fragen

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Kann ich in einem 360-Grad-Rundgang messen?

Nur wenn er mit Laserscan- oder Tiefendaten verknüpft ist. Reine Panoramafotos sind nicht maßgenau.

Wie lange dauert die Aufnahme?

Für eine Wohnung meist eine bis zwei Stunden, für größere Gebäude entsprechend länger.

Brauche ich spezielle Software zum Ansehen?

Nein, Rundgänge laufen in der Regel im Browser auf Computer, Tablet und Smartphone.

Lohnt sich ein Rundgang für den Verkauf?

Häufig ja, weil Interessenten sich vorab ein genaues Bild machen und Besichtigungen gezielter werden.

Wie lange bleiben die Daten nutzbar?

Dauerhaft. Sie dokumentieren den Zustand zum Aufnahmezeitpunkt und sind für spätere Fragen wertvoll.

Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall.

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