Ein Einfamilienhaus entsteht im Wohngebiet Kiefernweg im Rostocker Stadtteil Biestow. Die Planung basiert auf einem kompakten Grundstück innerhalb eines durch Bebauungsplan geprägten Wohngebietes und reagiert mit einem klar gegliederten Baukörper auf die städtebaulichen Rahmenbedingungen.
Der Entwurf folgt dem klassischen Prinzip eines zweigeschossigen Einfamilienhauses mit Satteldach. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten des Dachraumes durch mehrere Dachgauben erweitert, sodass im Obergeschoss gut nutzbare Räume mit zusätzlichen Belichtungsflächen entstehen. Die äußere Erscheinung bleibt dabei ruhig und ausgewogen.
Im Mittelpunkt der Planung steht die Organisation eines familiengerechten Wohnhauses mit großzügigem Wohn-, Ess- und Kochbereich im Erdgeschoss sowie einer klar strukturierten Schlaf- und Rückzugsebene im Obergeschoss. Die Wegebeziehungen sind übersichtlich angeordnet, die Erschließung erfolgt kompakt über einen zentralen Eingangs- und Treppenbereich.
Die Genehmigungsplanung zeigt eine konsequente Orientierung an funktionalen Grundrissprinzipien. Gemeinschaftlich genutzte Räume werden im Erdgeschoss zusammengeführt, während die privaten Nutzungen in der oberen Ebene angeordnet sind. Dadurch entstehen klar voneinander getrennte Nutzungszonen innerhalb des Hauses.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Projekt | Neubau Einfamilienhaus mit 1 PKW-Stellplatz und Terrasse |
| Standort | Rostock-Biestow |
| Gebäudetyp | Freistehendes Einfamilienhaus |
| Grundstücksgröße | ca. 500 m² |
| Geschosse | Erdgeschoss und Obergeschoss |
| Dachform | Satteldach |
| Dachneigung | ca. 45° |
| Wohnfläche | ca. 162,00 m² |
| Grundfläche (DIN 277) | ca. 172,00 m² |
| Gebäude-Luft-Volumen | ca. 417,34 m³ |
| Stellplätze | 1 PKW-Stellplatz |
| Terrasse | vorhanden |
| Konstruktion Außenwand | Porenbetonmauerwerk mit WDVS |
| Konstruktion Innenwand | Kalksandstein-Mauerwerk |
| Heizung | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
| Wärmeverteilung | Fußbodenheizung EG und OG |
| Lüftung | Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung |
| Fenster | Dreifachverglasung |
| Photovoltaik | Leitungs- und Trassenvorbereitung vorgesehen |
| Planungsstand | Entwurfsplanung 11/2024 |
Freistehendes Einfamilienhaus mit rund 162 m² Wohnfläche
Klassischer Baukörper mit Satteldach und drei Dachgauben zur Gartenseite
Offener Wohn-, Ess- und Kochbereich mit direktem Terrassenbezug
Separates Arbeits- bzw. Gästezimmer im Erdgeschoss
Hauswirtschaftsraum unmittelbar im Eingangsbereich
Familienbad und mehrere Schlafräume im Obergeschoss
Luft-Wasser-Wärmepumpe und Fußbodenheizung
Vorbereitung für eine spätere Photovoltaikanlage
Zusätzliche Abstellmöglichkeiten im Dachraum vorgesehen
Die Aufgabe bestand in der Entwicklung eines Einfamilienhauses innerhalb der Vorgaben des Bebauungsplanes „Wohngebiet Kiefernweg“ in Rostock-Biestow. Das Gebäude sollte die zulässigen Rahmenbedingungen hinsichtlich Dachform, Dachneigung, Geschossigkeit und Gebäudehöhe einhalten und gleichzeitig ausreichend Raum für die Bedürfnisse einer Familie schaffen.
Neben den Wohnfunktionen waren ein PKW-Stellplatz, Terrassenflächen sowie moderne technische Standards in die Planung zu integrieren. Darüber hinaus sollte eine langfristig nutzbare Grundrissstruktur entstehen, die unterschiedliche Lebensphasen berücksichtigen kann.
Das Grundstück befindet sich innerhalb eines neu entwickelten Wohngebietes in Rostock-Biestow. Die Grundstücksgröße beträgt rund 500 m². Der Baukörper wird als freistehendes Einzelhaus auf dem Grundstück positioniert.
Die Hauptterrasse orientiert sich zum Gartenbereich. Große Fensterelemente und ein Hebe-Schiebe-Element schaffen eine direkte Verbindung zwischen Innen- und Außenraum. Dadurch entsteht eine räumliche Erweiterung des Wohnbereiches in die Freiflächen des Grundstücks.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wird außerhalb des Gebäudes angeordnet. Die technische Infrastruktur bleibt damit aus den Wohnräumen ausgelagert und kann über kurze Leitungswege erschlossen werden.
Der Entwurf basiert auf einem kompakten rechteckigen Hauptbaukörper mit Satteldach. Die Dachform entspricht der regional verbreiteten Typologie und fügt sich in die Festsetzungen des Bebauungsplanes ein.
Besonderes Merkmal des Hauses sind die drei Dachgauben auf der Gartenseite. Sie erweitern die Nutzbarkeit der Obergeschossräume und verbessern die Belichtung der dahinterliegenden Bereiche. Gleichzeitig strukturieren sie die Dachfläche und verleihen dem Gebäude eine differenzierte Fassadengliederung.
Der Grundriss folgt dem Prinzip kurzer Wege und klarer Funktionsbereiche. Die gemeinschaftlichen Wohnfunktionen konzentrieren sich im Erdgeschoss, während die privaten Räume des Familienlebens im Obergeschoss angeordnet sind.
Das Erdgeschoss wird über einen zentral angeordneten Eingangsbereich erschlossen. Direkt an die Diele schließen sich Gäste-WC, Hauswirtschaftsraum und Treppenanlage an. Dadurch liegen die technischen und funktionalen Nebenräume in unmittelbarer Nähe zum Eingang.
Der Hauswirtschaftsraum umfasst rund 9 m² Wohn- beziehungsweise Nutzfläche und bietet Platz für Haustechnik, Waschmaschine und weitere technische Einrichtungen.
Das Gäste-WC ist kompakt organisiert und ergänzt die alltägliche Nutzbarkeit des Hauses insbesondere bei Besuch oder größerer Familienbelegung.
Ein zusätzlicher Raum mit rund 8,6 m² Fläche befindet sich ebenfalls im Erdgeschoss. Aufgrund seiner Lage eignet er sich als Arbeitszimmer, Gästezimmer oder flexibel nutzbarer Mehrzweckraum.
Den größten Bereich des Erdgeschosses bildet die Kombination aus Wohnen, Essen und Kochen. Die einzelnen Nutzungen gehen ineinander über und bilden einen zusammenhängenden Aufenthaltsbereich. Der Essplatz liegt zwischen Küche und Wohnbereich und wird durch mehrere Fensterflächen sowie die Öffnung zur Terrasse belichtet.
Der Wohnbereich besitzt direkten Zugang zur Terrasse. Das großformatige Hebe-Schiebe-Element ermöglicht eine starke räumliche Verbindung zum Garten und erweitert den Wohnraum während der warmen Jahreszeiten nach außen.
Das Obergeschoss wird über die zentral angeordnete Treppe erreicht. Ein Flurbereich erschließt alle Räume ohne größere Verkehrsflächenverluste.
Das Familienbad verfügt über eine bodengleiche Dusche und bietet Platz für die wesentlichen Sanitärobjekte. Die Anordnung ermöglicht eine kompakte Zusammenfassung der Installationsbereiche über beide Geschosse hinweg.
Mit rund 21 m² Wohnfläche bildet das Elternschlafzimmer den größten Raum des Obergeschosses. Die vorgelagerte Gaubenkonstruktion erweitert die nutzbare Fläche und verbessert die Aufenthaltsqualität.
Daneben stehen mehrere weitere Zimmer mit Wohnflächen zwischen etwa 8 m² und 12 m² zur Verfügung. Diese können als Kinderzimmer, Arbeitsräume oder individuelle Rückzugsbereiche genutzt werden.
Die Schnitte zeigen einen zusätzlichen Dachraum oberhalb der Obergeschossdecke. Für diesen Bereich ist eine Bodeneinschubtreppe vorgesehen. Die Planung weist ausdrücklich auf eine Nutzung als Abstellfläche hin. Gleichzeitig wird eine erhöhte Flächenlast der Decke vorgesehen.
Der Baukörper wird durch ein steiles Satteldach mit einer Dachneigung von etwa 45 Grad geprägt. Die Proportionen orientieren sich an klassischen Wohnhaustypologien und erzeugen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wand- und Dachflächen.
Die Fassaden werden durch die Fensteranordnung, die drei Dachgauben und die teilweise überdachten Terrassenbereiche gegliedert. Die Giebelseiten bleiben vergleichsweise ruhig gestaltet, während die Gartenseite durch größere Öffnungen einen stärkeren Bezug zum Außenraum herstellt.
Die Perspektivdarstellungen verdeutlichen eine insgesamt zurückhaltende Architektursprache mit klaren Linien und einer ausgewogenen Dachlandschaft.
Die Planung nutzt unterschiedliche Fensterformate zur Belichtung der Innenräume. Große Fenster- und Türanlagen befinden sich vor allem im Wohnbereich und entlang der Terrasse. Dadurch können Tageslicht und Außenbezug tief in den Wohnraum gelangen.
Im Obergeschoss sorgen die Dachgauben für zusätzliche Belichtungsflächen. Die Räume profitieren dadurch von senkrechten Fensterflächen und einer besseren Nutzbarkeit der Wandbereiche.
Auch die Giebelseiten werden durch Fensteröffnungen ergänzt, sodass eine Belichtung aus mehreren Himmelsrichtungen möglich ist.
Die stärkste Verbindung zwischen Gebäude und Garten entsteht im Bereich von Wohnen, Essen und Terrasse. Die Öffnung über das Hebe-Schiebe-Element ermöglicht einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum.
Die Terrasse erweitert die alltäglichen Aufenthaltsmöglichkeiten und schafft einen zusätzlichen Bereich für gemeinschaftliche Nutzungen im Freien. Die Anordnung der Öffnungen unterstützt dabei die visuelle Verbindung zum Grundstück auch innerhalb des Hauses.
Die Außenwände werden als Blähtonmauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem ausgeführt. Für die Innenwände ist ebenfalls Blähtonmauerwerk vorgesehen.
Die Beheizung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Wärmeverteilung wird über Fußbodenheizung in Erd- und Obergeschoss sichergestellt. Ergänzend ist eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorgesehen.
Die Fenster erhalten eine Dreifachverglasung. Für einen Teil der Fenster sind elektrische Raffstores im Erdgeschoss sowie elektrische Rollläden im Obergeschoss vorgesehen.
Für eine spätere Photovoltaikanlage werden Leitungswege vorbereitet. Die Schnitte weisen zudem auf die Berücksichtigung zusätzlicher Dachlasten hin.
Die Grundrissstruktur folgt einer klaren Trennung von öffentlichen und privaten Nutzungsbereichen. Während sich das gemeinschaftliche Familienleben im Erdgeschoss konzentriert, sind die Rückzugsräume im Obergeschoss zusammengefasst.
Die Treppe liegt zentral im Gebäude und ermöglicht kurze Wege zu allen Bereichen. Verkehrsflächen werden dadurch begrenzt und die Wohnflächen können überwiegend den eigentlichen Aufenthaltsräumen zugeordnet werden.
Der zusätzliche Raum im Erdgeschoss erhöht die Anpassungsfähigkeit des Hauses. Er kann abhängig von den Anforderungen als Homeoffice, Gästezimmer oder später als Schlafraum genutzt werden.
Die Zusammenfassung der Haustechnik im Hauswirtschaftsraum unterstützt eine geordnete Organisation der technischen Infrastruktur. Gleichzeitig bleiben die Wohnbereiche weitgehend frei von technischen Einrichtungen.
Die Dachgauben verbessern die Nutzbarkeit der Obergeschossräume und schaffen zusätzliche Stellflächen entlang der Außenwände. Dadurch entstehen gut möblierbare Zimmer mit klaren Raumzuschnitten.
Mehrere Elemente der Planung unterstützen eine langfristige Nutzung des Gebäudes. Hierzu zählen insbesondere der zusätzliche Raum im Erdgeschoss, die vorbereitete Photovoltaik-Infrastruktur sowie die moderne Wärmepumpentechnik.
Die Fußbodenheizung schafft eine gleichmäßige Wärmeverteilung und lässt unterschiedliche Möblierungsvarianten zu. Die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung ergänzt das energetische Konzept.
Der Dachraum bietet zusätzliche Abstellmöglichkeiten und erweitert die Nutzungsreserven des Hauses.
Dieser Grundrisstyp eignet sich insbesondere für:
Familien mit mehreren Kindern
Haushalte mit Bedarf an Homeoffice-Flächen
Bauherren mit Wunsch nach klar getrennten Wohn- und Schlafbereichen
Nutzer mit Bedarf an zusätzlicher Lager- und Abstellfläche
Familien, die eine Kombination aus klassischer Hausform und moderner Gebäudetechnik suchen
Haushalte mit Interesse an einer späteren Ergänzung durch Photovoltaik
Das Einfamilienhaus Wiese verbindet einen klassischen Baukörper mit einer funktional gegliederten Grundrissorganisation. Die Planung nutzt die Möglichkeiten eines zweigeschossigen Hauses mit Satteldach konsequent aus und schafft eine klare Trennung zwischen gemeinschaftlichen und privaten Nutzungsbereichen.
Großzügige Aufenthaltsräume im Erdgeschoss, mehrere flexibel nutzbare Zimmer, ein zentral organisierter Erschließungskern sowie moderne Gebäudetechnik bilden die wesentlichen Merkmale des Entwurfes. Die Dachgauben erweitern die Nutzbarkeit des Obergeschosses und prägen gleichzeitig das Erscheinungsbild des Hauses.
Die Genehmigungsplanung zeigt ein Wohnhaus, das auf Alltagstauglichkeit, klare Raumbeziehungen und langfristige Nutzbarkeit ausgerichtet ist.
Bräuer Architekten aus Rostock planen Wohnhäuser, Mehrfamilienhäuser und Bauvorhaben im Bestand mit besonderem Augenmerk auf funktionale Grundrisse, nachvollziehbare Raumstrukturen und dauerhaft nutzbare Architektur.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Gebäuden, die nicht allein auf den Zeitpunkt der Fertigstellung ausgerichtet sind, sondern über viele Jahre hinweg unterschiedliche Lebenssituationen unterstützen können.
Sie planen den Neubau eines Einfamilienhauses in Rostock oder Mecklenburg-Vorpommern?
Wir begleiten Bauherren von den ersten Ideen über die Genehmigungsplanung bis zur Umsetzung und entwickeln Häuser mit klaren Grundrissen, nachvollziehbaren Raumbeziehungen und langfristiger Nutzbarkeit.